EWIGE STADT ROM

Ein persönlicher Reiseführer

Sehenswertes

VON DER PORTA MAGGIORE ÜBER DEN ESQUILIN

Der Esquilin (lat.: Mons Esquilinus, it.: Colle Esquilino) erstreckt sich zwischen dem römischen Hauptbahnhof Stazione Termini und dem Kolosseum. Er ist einer der sieben ursprünglichen Hügel Roms, die Servianische Mauer schloss einen Gutteil des Esquilin in die Stadt ein. Er diente als Wohnviertel - Funde bestätigen, dass er schon seit dem 7. Jahrhundert vor Christus bewohnt ist. Auch Nero fühlte sich wohl hier, seine legendäre Domus Aurea befand sich auf dem Esquilin.

Der Spaziergang führt zu folgenden Sehenswürdigkeiten:
Santa Croce in Gerusalemme Piazza di San Martino ai Monti
Piazza Vittorio Emanuele II San Pietro in Vincoli
Santa Maria Maggiore Monte  Oppio und Parco di Traiano
Santa Pressede Domus Aurea



Der Spaziergang beginnt an der Porta Maggiore, dem einst größten bzw. wichtigsten ("maggiore") Tor der römischen Stadtmauern, wobei sich das "größte" nicht unbedingt auf die messbaren Ausmaße bezieht, sondern darauf, dass hier mit der Via Prenestina und der Via Casilina gleich zwei Konsularstraßen in der Stadt ankommen - es war also das Haupttor der Ewigen Stadt. Der Ausgangspunkt ist bequem mit der Straßenbahn (Linien 5 und 14) oder mit der Schmalspurbahn Ferrovie Laziali von der Stazione Termini aus erreichbar.
In geringer Entfernung zum Stadttor, am Ende der Via Eleniana, befindet sich die Kirche Santa Croce in Gerusalemme, so genannt, weil sie angeblich Überreste des Kreuzes, an das Jesus genagelt wurde, enthält.
Über die Via di Santa Croce in Gerusalemme kommt man zu belebten Piazza Vittorio Emanuele II mit ihren piemontesischen Bogengängen. Auf dem Platz findet vormittags ein bunter Markt statt.
Auf der gegenüberliegenden Seite des Platzes führt die Via Carlo Alberto geradewegs zur beeindruckenden Patriarchalbasilika Santa Maria Maggiore.
Schräg gegenüber, in der gleichnamigen Straße, befindet sich die Kirche Santa Prassede, der Heiligen Praxedis gewidmet. Biegt man am Ende der Via di Santa Prassede rechts in die Via di San Martino ai Monti, so kommt man zur Piazza di San Martino ai Monti, wo sich neben der gleichnamigen Kirche (San Martino ai Monti) auch zwei mittelalterliche Türme befinden, der Torre dei Capocci und der etwas niedrigere Torre dei Ceroni.
Alternativ kann man der Via Giovanni Lanza und der Via Cavour folgen, bis man linkerhand steile Stufen sieht (Salita di San Francesco di Paola), welche unter einem Gebäude hindurch zur Piazza di San Pietro in Vincoli führen. Dort befindet sich die gleichnamige Kirche (San Pietro in Vincoli), welche vor allem für den Moses von Michelangelo bekannt ist. Folgt man stattdessen der Via in Selci, steigt links die Stufen der Via M. Polacco hinauf und biegt dann nach rechts in die Via delle Sette Sale ein, so erreicht man ebenfalls die Kirche, nur halt von hinten kommend.
Über die Via Eudossania und den Viale del Monte Oppio kommt man zu dem Teil des Esquilin, welcher als "Monte Oppio" bekannt ist. Dort erstreckt sich ein großer Park, der Parco di Traiano, mit vielen Überresten aus der antiken römischen Zeit, darunter auch die berühmte Domus Aurea, das Goldene Haus Neros. Von hier aus hat man auch einen tollen Blick auf das Kolosseum.

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