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Wissenswertes - das römische ABC
Verkehr
Eines meiner Lieblingsthemen! Fangen wir mit
den positiven Seiten an. Rom hat immerhin zwei U-Bahnlinien und sechs Straßenbahnlinien. Außerdem
fahren mehrere hundert Buslinien kreuz und quer durch die Stadt, so dass es
den Anschein hat, es gäbe kaum eine Straße, welche nicht an den öffentlichen
Nahverkehr angebunden ist. Leider herrscht in Rom aber oft mörderischer Verkehr, welcher den öffentlichen Verkehr behindert oder sogar zum Erliegen
bringt. Fahrpläne gibt es praktisch nicht, der Bus kommt, wenn er kommt.
Trotzdem ist es sehr empfehlenswert, Rom mit
Bus und Bahn zu erkundigen, da man viel sieht. Außerdem ist es sehr billig,
im Vergleich zu vielen deutschen Städten. Kleiner Überblick über die
gängigsten Fahrkartentypen:
- Einzelfahrkarte (BIT Biglietto Integrato a Tempo): kostet Euro 1,00 und ist für 75 Minuten gültig
ab Entwertung gültig;
- Tageskarte (BIG Biglietto Integrato Giornaliero):
kostet Euro 4,00 und gilt von 0 bis 24 Uhr - wer nach Mitternacht zur
Unterkunft zurückkehren will, muss ein neues Ticket lösen!
- Touristenticket (BTI Biglietto Turistico Integrato):
kostet Euro 11,00 und ist drei Kalendertage ab Entwertung gültig;
- Wochenticket (CIS Carta Integrata
Settimanale):
kostet Euro 16,00 und ist sieben Kalendertage ab Entwertung gültig.
Die Tickets muss man vor dem Einsteigen lösen (im Bus nicht
möglich) und im Verkehrsmittel entwerten. In der Metro wird das Ticket
beim Betreten des Bahnsteiges entwertet. Diese Fahrkarten gelten für alle
öffentlichen Verkehrsmittel innerhalb des Stadtgebietes, also auch für
Züge von einem römischen Bahnhof zu einem anderen römischen Bahnhof. Kinder
bis zum vollendeten 10. Lebensjahr fahren in Begleitung eines Erwachsenen
umsonst.
Wie oben schon erwähnt, ist es möglich,
Rom per Bus, Straßenbahn, Metro und Eisenbahn zu entdecken:
- Bus: Es fahren unzählige Linien kreuz
und quer durch die Ewige Stadt. Der Rombesucher kann also im Prinzip
jede Sehenswürdigkeit mit dem Bus erreichen; sogar in der direkten
Altstadt fahren kleine Elektrobusse, die aber dementsprechend gefüllt
sind.
- Straßenbahn (tram): Sechs
Linien (2, 3, 5, 8, 14, 19) gibt es in Rom, es waren einmal deutlich
mehr. Am interessantesten für Touristen sind sicherlich die Linien 3
und 19, mit welchen man eine herrliche Rundfahrt rund um die Altstadt
machen kann, von der Piramide am Protestantischen Friedhof bis zum
Vatikan; man muss nur einmal von der einen in die andere Linie steigen.
Neben den "regulären" Tramlinien gibt es auch noch die Ferrovie
Laziali Roma-Pantano, eine Art Vorstadtbahn im Straßenbahnformat,
welche einst bis Fiuggi fuhr, heute aber nur noch die äußersten
östlichen Vororte mit Termin verbindet. Mit ihr kann man
Sehenswürdigkeiten wie die Porta Maggiore, den Parco di Centocelle und
die Aquädukte entlang der Via Casilina erreichen.
- U-Bahn (metro): Zwei Linien, weitere sind
im Bau, verbinden das Zentrum mit den Außenbezirken der Stadt. Die
Metro A führt vom Nordwesten der Stadt in den Südosten, an der
Stazione Termini, dem Hauptbahnhof Roms, kreuzt sie die Metro B, die vom
Südwesten in den Nordosten führt (Plan
gibt es hier). Einige der wichtigsten Sehenswürdigkeiten Roms liegen an
den beiden Metrolinien (Vatikan und Vatikanische Museen, Piazza del
Popolo, Spanische Treppe, die Basilika San Giovanni, der Park der
Aquädukte und der Park der Appia Antica an der Metro A; Kolosseum und
Forum Romanum, Zirkus Maximus, Piramide und Protestantischer Friedhof,
das EUR-Viertel mit dem Quadratischen Kolosseum an der Metro B).
- Eisenbahn: Rom besitzt neben dem
Hauptbahnhof Stazione Termini oder Roma Termini zahlreiche
weitere Bahnhöfe, der wichtigste unter ihnen, der in Zukunft auch
Termini als wichtigsten Knotenpunkt ablösen soll, ist die Stazione
Tiburtina. Darüber hinaus von Relevanz für Romreisende sind die
Bahnhöfe Ostiense und Trastevere. An ihnen und an den
anderen Bahnhöfen halten die sogenannten Ferrovie Regionali (FR),
welche im Stadtbereich mit den oben genannten Fahrkartentypen genutzt werden können.
Mittlerweile kann man Rom auch per Boot
bereisen, ein einfaches Ticket kostet Euro 1,00. Die Touristenrundfahrt
(hop-on/hop-off) ist für Euro 12,00 zu haben, mit
lauschigem Abendessen (vermutlich nach Pariser Vorbild) kostet der Spaß
dann Euro 54,00.
Autofahren in Rom macht Spaß - nachdem man sich daran gewöhnt hat! Der
Verkehr ist in Nichts mit deutschem Stadtverkehr zu vergleichen, wer
sich nicht in ein großes Abenteuer (Rom ist auch sehr verwirrend und
schlecht beschildert) begeben will, der lasse das Auto lieber zu Hause
bzw. im Hotel. Auch wegen der Parkplatznot.
Links:
- Öffentlicher Nahverkehr in Rom (www.atac.roma.it),
auch auf Englisch. Direkt auf der Startseite kann man sich die
Verbindung von einem beliebigen Ort zu einem anderen suchen lassen (z.B.
vom Hotel zum Vatikan). Angezeigt werden Start- und Endhaltestelle, alle
Umsteigehaltestellen und Verkehrsmittel und eventuelle Stücke, die zu
Fuß zurückzulegen sind sowie die Taktfrequenz der Verkehrsmittel.
- Übersichtskarten über das
Verkehrsnetz gibt es sehr detailliert zum Download auf der Seite des
ATAC,
einen Übersichtsplan über das Schienenstreckennetz (ohne Straßenbahn)
findet man auch auf der Seite MetroRoma.
Eine Übersicht über das Netz der Straßenbahnen findet man bei Wikipedia.
- Zur Schifffahrt bei BatellidiRoma.
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