KRIMINALITÄT
Rom ist ein relativ sicheres Pflaster, wenn
man auf sich und seine Wertsachen Acht gibt. Vorsicht vor Kinderbanden, die
meist mit Pappkartons ausgerüstet sind (kenne ich allerdings nur vom
Hörensagen!). Besondere Vorsicht ist in den Bussen der Linie 64 geboten,
welche vom Hauptbahnhof Termini zum Vatikan fahren. Diese sind meist
so voll, dass man es gar nicht merkt, wenn einem die Taschen geleert werden.
Empfehlung: Entweder mit der Straßenbahnlinie 19 zur Piazza del
Risorgimento, mit der Metro A zur Haltestelle Ottaviano S. Pietro
oder mit dem Bus 62 in die Nähe des Vatikans fahren und dann laufen. Alle
drei Alternativen haben auch den Vorteil, dass die Fahrzeuge selten so voll
sind wie der Bus 64; die Fahrt wird also auch deutlich angenehmer.
Auch wer gerne und spät zu Fuß unterwegs
ist, braucht sich in der Innenstadt keine anderen Gedanken machen, als in
einer deutschen Großstadt. Die Römer wissen in der Regel, was sie an ihren
Touristen haben und passen daher eigentlich ganz gut auf sie auf. Ich habe
mich wirklich noch nie unsicher gefühlt in der Altstadt.
Etwas unbehaglich war mir einmal morgens um
zwei Uhr an einer Haltestelle an der Via Flaminia, wo ich allein mit einem
Freund stand. Weit und breit war keine Menschenseele zu sehen, da war es
relativ klar, dass der betrunkene Nordafrikaner zielstrebig auf uns
zutorkeln würde. Er musste auch unbedingt mit uns reden und mich umarmen.
Dabei meinte er irgendwann "was bist du?", worauf ich mit "ich
bin Deutscher" antwortete. Er meinte dann nur ganz lapidar "Ich
bin Dieb (sono ladro)" und verabschiedete sich. Gefehlt hat mir
allerdings nichts danach und im Nachhinein ist die Geschichte auch ganz
amüsant. Aber solche Geschichten sind sicherlich Einzelfälle und unsicher
habe ich mich auch nicht gerade gefühlt.